Über mich

Ich darf mich kurz vorstellen. Ich höre auf Peter Romeike und bin Baujahr 1955, habe die Volksschule besucht und in 9 Jahren mit dem Hauptschulabschluss beendet. Ausbildung zum Chemiefacharbeiter von 1969 – 1972. Da die Arbeit an Maschinen mich nicht befriedigte erfolgte eine weitere Ausbildung zum Krankenpfleger, die 1975 mit dem Staatsexamen abschloss. Ich durfte in dieser Tätigkeit viel Erfahrungen sammeln. 1977 trat ich als Krankenpfleger in die Dienste des Landschaftsverband Rheinland in der Klinik Essen.

 

1984 erfolgte eine Beteiligung bei den Personalratswahlen mit einer eigenen Liste. Ich empfand das dieses Gremium kein Selbstbedienungsladen sei. Es erfolgte die Freistellung als Vorsitzender des Gremiums. Innerhalb der nächsten 6 Monate mussten Gesetze / Urteile studiert werden. Zu dieser Zeit betrug das Arbeitspensum ca. 14 Stunden incl. Heimarbeit.

Während meiner Zeit als Personalratsvorsitzender (19 Jahre) kamen die Sorgen um die Mitarbeiter und die weitere Entwicklung des Betrieb auf humaner Basis hinzu. Die Ansicht der Geschäftsleitung und des Personalrat (Betriebsrat im öffentlichen Dienst) zu diesem Thema waren naturgemäss sehr unterschiedlich. Hier mussten Kompromisse gefunden werden ohne dass der Mensch auf der Strecke blieb. Wurden keine Einigungen erzielt mussten halt die Gerichte bemüht werden.

Die gewerkschaftliche Arbeit forderte auch ihren Tribut. In den Arbeitskreisen und Seminaren war kaum Zeit für Gesundheit. Die Probleme so vielfältig, dass vorrangig Lösungen erarbeitet werden mussten.

8 Jahre durfte ich als Laienrichter am Arbeitsgericht Essen mitwirken. Was ich nie verstanden habe, war dass Geschäftsführern das Geld hinterher geworfen wurde, während bei der „Putzfrau“ um jeden Pfennig gekämpft werden musste. Die Dauer der Verhandlungen / Beratungen war auch dementsprechend.

Vielen Menschen konnte ich helfen den Weg zum Arbeitsgericht zu finden und konnte sie begleiten (Aufsetzen von Schriftsätzen, Urteilsrecherchen, Begleitung in den Güteterminen und Verhandlungen).

An dieser Stelle möchte ich mich bei meiner Frau und Familie bedanken, die mich trotz konträrer Ansicht unterstützten und viel zu kurz kamen.

Meine letzte Tätigkeit war in der IT – Abteilung der Klinik als Administrator, Supporter und IT-Trainer für die Mitarbeiter.

Die Quintessenz war: Die Gesundheit blieb auf der Strecke.

Den letzten „Spatenstich“ habe ich mit 52 Jahren gemacht. Beruflich bedingt hatte ich nie Zeit mich um meinen Körper zu kümmern, die Signale wurden bewusst ignoriert. Nach Depressionen, Diabetes Typ 2 und Polyneuropathien erholte ich mich soweit, dass ich 2016 beginnen konnte mein Leben umzustellen. Dank Robert Franz bin ich nun zurück im Leben.

Im Juli 2017
Peter Romeike